In den 50er Jahren beobachteten Wissenschaftler auf einer japanischen Insel eine Gruppe von Affen. Schließlich begannen die Forscher, den Tieren als Nahrung Süßkartoffeln zu geben. Sie warfen die Kartoffeln in den Sand. Nach und nach verbreitete sich unter den Tieren das Verhalten, die sandigen Kartoffeln vor dem Verzehr zu waschen. Ein Jungtier hatte dies seinen Eltern beigebracht. Das Tier hatte wohl keine Freude daran, eine verschmutzte Kartoffel zu verzehren. Mehr und mehr Tiere übernahmen dieses Verhalten, bis eines Tages eine kritische Anzahl erreicht wurde. Wir nehmen hypothetischer Weise an, dass es 99 Affen waren. Mit dem Hinzukommen des hundertsten Affen überschritt die Zahl jedoch offenbar eine Art Schwelle, eine bestimmte kritische Masse, denn die Verhaltensweise konnte nun auch auf anderen Inseln und dem Festland festgestellt werden. Das heißt, dass das Bewusstsein einzelner Affen auf ihre gesamte Art Einfluss nimmt. Dieses Bewusstsein und Wissen wird auf psychomiletische und telepathische Weise ausgestrahlt und eben auf diese Weisen auch wahrgenommen. Je mehr Artgenossen ihre Psychomiletik in eine bestimmte Richtung lenken, desto stärker der Druck auf Veränderung für die ganze Art. Während man das nachahmende Verhalten innerhalb der erforschten Affenherde beruhigt als "gesehen und nachgemacht" interpretieren kann, kann diese Erklärung für die anderen Inseln und das Festland nicht mehr gelten. Vielmehr scheint das Verhaltensmuster sogar natürliche Barrieren übersprungen zu haben.

             Der 100. Affe

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Webseite erstellt von Stefan Schall

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